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Hitze, Feuchtigkeit und Ihr Instrument: der Sommerratgeber

Der Sommer ist die Zeit für Open-Air-Konzerte, Reisen und lange Probentage. Er ist zugleich eine der anspruchsvollsten Phasen des Jahres für Ihr Instrument. Hitze, Feuchtigkeit und plötzliche Temperaturwechsel können unbemerkt echten Schaden anrichten: am Holz, an der Mechanik und an der Integrität Ihres Klangs. Das sollten Sie beachten, bevor die Saison Sie überrumpelt.


Temperaturschwankungen sind gefährlicher als Hitze allein

Der erste Gedanke gilt der direkten Sonne oder der extremen Hitze. Das sind berechtigte Sorgen, doch das größere Risiko liegt oft im Übergang. Der Wechsel von einem klimatisierten Raum in die intensive Hitze im Freien mag Ihnen harmlos vorkommen. Für Ihr Instrument ist es ein Schock. Holz dehnt sich mit der Temperatur aus und zieht sich zusammen, und geschieht das zu schnell, entstehen Spannungen, die sich mit der Zeit summieren. Geben Sie Ihrem Instrument Zeit, sich anzupassen, bevor Sie spielen. Lassen Sie es nach der Ankunft an einem neuen Ort ein paar Minuten im Koffer. Das kostet nichts und erspart viel.


Regelmäßig durchwischen, nicht nur am Ende

Die Feuchtigkeit ist die andere Seite der Sommergleichung. Beim Spielen sammelt sich Kondenswasser im Innern der Bohrung, und bei warmen, feuchten Bedingungen geschieht das schneller als üblich. Bleibt diese Feuchtigkeit am Holz stehen, gehört sie zu den Hauptursachen für Risse.

Die Gewohnheit, die Sie sich aneignen sollten: Wischen Sie Ihr Instrument alle 30 Minuten während einer Spielphase durch, nicht erst, wenn Sie fertig sind. Es dauert nur wenige Sekunden und macht über eine lange Probe oder einen Konzerttag hinweg einen echten Unterschied. Wischen Sie auch außen ab, die Klappen eingeschlossen. So bleibt die Mechanik sauber und die Oberfläche geschützt.


Der Koffer ist keine Option

Es mag selbstverständlich klingen, doch es sei klar gesagt: Lassen Sie Ihr Instrument nie außerhalb des Koffers, auch nicht für einen Moment. Der Koffer ist die erste Verteidigungslinie Ihres Instruments gegen Hitze und Feuchtigkeit. Das gilt für ein in der Sonne geparktes Auto, eine auf der Terrasse abgestellte Tasche oder eine Garderobe, die schnell warm wird. Wenige Minuten Belastung unter falschen Bedingungen können genügen, um die Polster zu beeinträchtigen, die Regulierung zu verschieben oder das Holz austrocknen zu lassen. Wenn Sie nicht spielen, kommt das Instrument zurück in den Koffer.


Green-LinE®-Instrumente: für alle Jahreszeiten gebaut

Wenn Sie ein Green-LinE®-Instrument spielen, haben Sie eine Sorge weniger. Green-LinE®-Modelle sind durch ihre Bauweise darauf ausgelegt, Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen standzuhalten. Ob Sie zwischen Klimazonen wechseln, unter feuchten Bedingungen auf Tournee gehen oder im Juli im Freien spielen: Sie bleiben stabil, wo ein herkömmliches Holzinstrument mehr Pflege verlangen würde. Das ist kein Behelf, sondern eine bewusste Konstruktionsentscheidung.


Und noch etwas: Achten Sie auch auf sich selbst

Nicht nur Ihr Instrument leidet unter der Sommerhitze. Dehydrierung verändert das Gefühl Ihrer Embouchure, die Ansprache Ihrer Anche und Ihre Ausdauer über eine lange Spielphase hinweg. Trinken Sie Wasser, bevor Sie spielen, nicht erst, wenn Sie Durst verspüren. Eine kleine Gewohnheit mit spürbarer Wirkung.


Vier Dinge für die Saison: Lassen Sie Ihr Instrument akklimatisieren, wischen Sie es regelmäßig durch, bewahren Sie es im Koffer auf und bleiben Sie hydriert. Nicht kompliziert und genug, um im September ohne böse Überraschungen anzukommen.

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